Herzlich Willkommen auf der Internet-Seite des Vereins Deutsch-Drahthaar, Gruppe Niederrhein!

 

Als eine der ältesten Gruppierung im Verein Deutsch-Drahthaar möchten wir die Ziele unseres Vereines, die Förderung von Zucht, Ausbildung, Prüfung und Führung unseres vielseitigsten jagdlichen Vorstehhundes in unserer Region bestmöglich unterstützen. An dieser Stelle informieren wir auf direktem Weg über die Veranstaltungen der Gruppe sowie über aktuelle Themen in der Gruppe und allgemein zum Jagdgebrauchshund.

 

Über Ihre Beiträge, Fotos und Anregungen oder Verbesserungsvorschläge würden wir uns freuen!

Der Jägerschaft, und nicht nur unserem Mitgliedern, möchten wir darüber hinaus mit Rat und Tat bei der Anschaffung, der Aufzucht, der Haltung sowie der Ausbildung und Prüfung ihres Jagdhundes behilflich sein. Die Mitglieder des Vorstandes sind erfahrene Jäger und passionierte Hundeführer, die ehrenamtlich im Verein tätig sind. Sprechen Sie uns an, wir helfen gerne.

 

 


 

 

Zuchtschau Gruppe Niederrhein


Datum der Zuchtschau: 03.10.2021
Beginn der Zuchtschau: 09:00 Uhr

Treffpunkt: Leichlingen

Nennschluss: 20.09.2021
Nenngeld: 40,- €

Nennungen an:
Birgit Dufrenne, Fronhofstr. 14, 50259 Pulheim,
Tel.: 02238 14141, E-Mail: birgitdufrenne@gmx.de

 

 


 

 

Richterschulung am 24.07.2021 der VDD Gruppe Niederrhein
„PO Wasserarbeit in Theorie und Praxis“

 

An diesem für den Sommer 2021 untypisch schönen Samstagmorgen trafen sich ca. 35 Teilnehmer zur Schulung am Übungsgewässer der Gruppe Niederrhein. Unter den Teilnehmern befanden sich eine erfreulicherweise hohe Anzahl an Richteranwärtern.
Der erste Vorsitzende Horst Peddenbruch begrüßte die Anwesenden und informierte über den Ablauf des Tages. Er verwies darauf, dass zu dieser Schulung keine lebenden Enten eingesetzt werden und ausschließlich durch ihm am Wasser geschossen wird. Das Tragen einer Signalweste bei der großen Teilnehmerzahl sei aus Sicherheitsgründen vorgesehen. Des Weiteren informierte der erste Vorsitzende darüber, dass während der Mittagspause eine Spendendose für die von der Unwetterkatastrophe Betroffenen aufgestellt wird. Er bat um eine rege Nutzung dieser Möglichkeit und sprach den Betroffenen seine aufrichtige Anteilnahme aus. Im Anschluss übergab Horst Peddenbruch das Wort an Herrn Tobias Puchberger, der unmittelbar nach ein paar Worten der Begrüßung und Informationen über den Inhalt der Schulung zum praktischen Teil überging.

 

Vorbereitung der Enten (Prof. Müller Methode)


Die PO Wasserarbeit enthält u.a. auch das sensible Prüfungsfach „Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer“. Hierzu wurde uns vom Gesetzgeber die Möglichkeit eingeräumt, eine vorübergehend flugunfähig gemachte lebende Ente einzusetzen. Die zurzeit einzige zugelassene Möglichkeit, die Ente vorübergehend flugunfähig zu machen, ist die sogenannte Prof. Müller Methode. Diese Methode sollte natürlich von allen Richtern so gut beherrscht werden, dass sie schnell und sicher ausgeführt werden kann. Mit anderen Worten eine hervorragende Gelegenheit, dies auf einer Schulung zu üben.
Die Richteranwärter wurden gebeten, sich in Zweiergruppen zusammenzutun und sich an dem Schleppwild zu versuchen. Wer jetzt aber glaubt, die RA sollten vorgeführt werden, der irrt!!! Alle alten Hasen standen mit Tipps und Tricks den Anwärtern zur Seite, so dass die Ergebnisse anschließend schon recht ansehnlich waren und durch weitere Übungen zu Hause am Schleppwild perfektioniert werden können.

 

Praxisteil am Wasser


Der Referent demonstrierte unter zu Hilfenahme zweier junger Hunde den anwesenden Teilnehmern unterschiedliche Arbeiten. Die Arbeiten sollten jeweils im Anschluss bewertet werden. Dabei sollten auch die vom Führer gemachten bzw. in unserem Fall eingebauten Fehler bewertet werden. Einen Großteil der Diskussion galt auch der Möglichkeit, die Richter dahingehend zu schulen, den ggf. unerfahrenen Hundeführer mit kleinen Informationen vor leicht vorhersehbaren Fehlern zu schützen. Hier erinnerte der Referent daran, dass die Hunde bewertet werden sollen und nicht die Unwissenheit des Hundeführers. Als Beispiel kann hier angeführt werden, dass der Hundeführer darauf hingewiesen wird, seinem Hund ausreichend Platz am Ufer anzubieten, damit dieser die Ente vorschriftsmäßig bringen kann. Solche „Kleinigkeiten“ können oft entscheidend sein.
Weitere diskutierte Punkte seien hier noch bespielhaft genannt:
• Wie müssen die Richter reagieren, wenn bei der Schussfestigkeit vom Hundeführer oder vom beauftragten Schützen nicht auf das Wasser, sondern z.B. in den Schilfgürtel geschossen wird? Was für Folgen kann das haben?
• Wie ist die Arbeit zu bewerten, wenn der Hund die ausgelegte Ente im Wasser/Schliff findet und zum nächsten Ufer schwimmt und seinem Führer ohne Fehler bringt?
Zum Abschluss des praktischen Teils wurde noch ein fertig ausgebildeter und geprüfter Hund zum „Stöbern ohne Ente im deckungsreichen Gewässer“ geschickt. Hier konnten die Teilnehmer sehr deutlich die Unterschiede zu den jungen Hunden herausstellen.

 

Theoretischer Teil


Nach der Mittagspause mit Wurst und Getränken ging es zum theoretischen Teil über. Mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation referierte Tobias Puchberger über die PO Wasserarbeit. Es wurde der allgemeine Teil mit seinen grundsätzlichen Bestimmungen (Gewässer, verantwortliche Personen, usw.) und der besondere Teil mit seinen Bestimmungen zur Prüfung (u.a. Reihenfolge der zu prüfenden Fächer) besprochen und anhand zahlreicher Erläuterungen ergänzt. Im Anschluss an die PO wurde einige Fragen aus der Prüfungspraxis mit entsprechenden Entscheidungen diskutiert. Hierbei kamen auch einige alte Hasen ins Grübeln. Besonders häufig wurden die Unterschiede zwischen VZPO und der VGPO/VPSO hervorgehoben und dabei wurde deutlich, wie schnell auf einer HZP der Hund zu scharf gerichtet werden kann, indem die Bestimmung der VGPO/VPSO angewendet werden. Als Beispiel kann die Situation angeführt werden, dass der Hund die ausgelegte Ente aufgenommen hat und anschließend z.B. durch eine lebende Ente gestört wird und daraufhin die gefundene Ente wieder ablegt und die lebende Ente arbeitet. Wie die Teilnehmer dieser Schulung nun sicher wissen, muss der Hund auf der HZP im Anschluss an der Arbeit an der lebenden Ente erneut zur Verlorensuche angesetzt werden und die ausgelegte Ente bringen. Der Hund auf der VGP kann die Prüfung jedoch nicht bestehen, da der Hund auf der Leistungsprüfung die einmal gefundene und aufgenommene Ente auch bei außergewöhnlichen Störungen ohne Wenn und Aber bringen muss. Feine aber gravierende Unterschiede zwischen einer Anlagen- und einer Leistungsprüfung.

 

Alle Teilnehmer erlebten Dank der sehr erfahrenen und im Vortragen geübten Referenten eine extrem kurzweilige und außerordentlich informative Richterschulung. Die Richteranwärter wurden sehr deutlich in die Diskussion miteinbezogen. Sie erhielten oft auch die Möglichkeit als erstes eine geschilderte Situation zu bewerten. Dabei galt es niemals die Richteranwärter vorzuführen. Neben aller Sachlichkeit war auch ausreichend Platz für zahlreiche Auflockerungen und Späße.

 

Zum Ende des Tages konnten Spenden in Höhe von rund EUR 800 für die Betroffenen der Unwetterkatastrophe gesammelt werden. Diesen Betrag wird die Landesarbeitsgruppe Niederrhein auf EUR 1.500,00 aufrunden und spenden. Sicherlich in Anbetracht der Größenordnung der Katastrophe in ganz Deutschland nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber immerhin ein Tropfen!!!!
Ein großes Lob und Dankeschön an die Referenten und Organisatoren für diesen gelungenen Schulungstag.

 

Kai Steiner für die Gruppe Niederrhein

 

 

 


 

 

Zwischen Corona Wahn und Frühjahrsprüfungen!


Wer hätte es vor noch etwas mehr als einem Jahr gedacht, das wir uns einmal so zwischen Verordnungen und Vorschriften bewegen, wie wir es Augenblicklich praktizieren.
Es werden Telefonate geführt, Schreiben aufgesetzt, Sitzungen abgehalten und dies alles wegen eines Virus Namens Covid 19. Unglaublich aber wahr, es ist die aktuelle reale Welt in der wir leben.


Nun endlich ein kleiner Streif am Horizont! Wir können, auch mit der ständigen Angst, dass wieder etwas gekippt wird, unsere Frühjahrsprüfungen beginnen. Aber auch dies war mit vielen Fragen, Wenn´s und Aber´s versehen. Es wurden kurzer Hand Prüfungen vorgezogen und aufgeteilt, aus Angst dass wieder etwas verschärft wird und es zu Absagen führt. So hat sich die gesamte Frühjahrsprüfungszeit zu einer Zitterpartie entwickelt, immer mit der Frage:“ Wird es wieder so passieren wie im Frühjahr 2020? Gehen uns wieder die so wichtigen Anlageprüfungen verloren?“ Sicher ist die Gesundheit unser Aller wichtiger, als eine Hundeprüfung, aber es sind halt Fragen die man sich immer wieder stellt und mit denen man sich beschäftigt. Daher hat es mich (ich denke uns alle) umso mehr gefreut, dass wir wenigstens unsere VJP en im Lande durchführen und so einen Beitrag zum Zuchtjahr und zur Erweiterung der so wichtigen Hundearbeit & Zucht leisten konnten.


Selbst die sonst doch eher einfach zu organisierenden VJP en, stellen uns Vereine vor Herausforderungen, wie wir sie vorher nicht kannten. Treffen dezentral, viele einzelne Prüfungsleiter, Kleinstprüfungen, Richter unter Quarantäne, Richterbesprechungen und Schulungen Online, Papiere per Post hin und her senden, alles Dinge die wir sonst einfach in kleiner oder großer Runde gemeinsam abwickeln konnten. Aber es zeigt auch, dass wer flexibel bleibt, in schwierigen Zeiten Lösungen findet.
In diesem Zusammenhang möchte ich unserem gesamten Vorstand des JGHV „Danke sagen“, dieser hat durch seine unermüdliche Arbeit, dies erst ermöglicht. Er hat den Kontakt zu unseren Politkern, Gesundheitsämtern, etc. gehalten um Lösungen zu finden, sowie die daraus notwendigen Leitfäden zur Abwicklung der Prüfungen zu erstellen und zu veröffentlichen. Das Stammbuch das sich mit seiner Arbeit, auf diese andere Abwicklung einarbeiten musste und vieles, vieles mehr.  Danke


Zusätzlich kam in diesem Jahr noch hinzu, dass das Wetter alle Facetten aufzeigte die es nur gibt. Wir haben Prüfungen im Sturm, Schnee, Hagel, Regen und bei bestem Sonnenschein mit Sonnenbrand erlebt. Aber das ist halt ein Teil der Jagd, da muss man mit diesen Bedingungen und Situationen rechnen. Die Teilnahme an den Prüfungen, die natürlich unter allen Hygienerichtlinien stattgefunden haben, geben dennoch ein Gefühl von einem klein wenig Freiheit zurück. Die Arbeiten der Hunde, die tolle Entwicklung vieler Reviere, die Besprechungen der Richtergruppen, sowie die Gespräche über die Arbeiten lassen einen für kurze Zeit die Pandemie vergessen und das ist auch gut so. Etwas zurück zubekommen, auch wenn es nur für ein paar Stunden ist, tut jedem gut. Es ist Balsam für die Seele und wird auch sicherlich nachwirken. Es sind dann doch wieder schöne Erinnerungen die bleiben werden.
In diesem Sinne wünsche ich euch einen schnellen Impftermin, gute Genesung denen die es erwischt hat und ein gesundes Jahr mit euren Hunden und der Hundearbeit.

 

Gruß Tobias Puchberger

 

 


 

 

VJP Ergebnisse 2021

 

DOWNLOAD Rangliste VJP 10.04.21

 

DOWNLOAD Rangliste VJP  27.03.21